Amazon Vendor Central: 10 Neujahrs-Tipps für Fortgeschrittene.

Lesen Sie hier die Neujahrs-Tipps zu Ihrer Geschäftsbeziehung mit Amazon, damit Sie 2016 richtig und erfolgreich starten.

Amazon Vendor Central: 10 Neujahrs-Tipps.

Amazon: 10 wertvolle Neujahrs-Tipps.

Der beste Weg, Ihre Verkäufe aus 2015 auf Amazon in 2016 weiter zu verbessern, ist, Ihre Daten aus 2015 eingehend und genau zu analysieren. Ermitteln Sie Defizite und Mängel, saisonale Wachstumsmuster, Marketing ROI, auffällige Schwankungen in Ihren Prognosen und vieles vieles mehr. Amazon liefert eine Unmenge an Verkaufsmetriken via Vendor Central, und es gibt keinen besseren Zeitpunkt als genau jetzt, diese auch zu nutzen.

Zurückschauen auf Amazon

1. Schauen Sie zurück und laden alle wichtigen Daten aus Vendor Central herunter. Dazu gehört Ihre Scorecard 2015, Daten zu monatlichen Verkäufen, Prognosen und schleppende 12-Monat-Artikelverkäufe. Vergleichen Sie die Daten mit denen aus 2014. Berechnen Sie Ihren Retouren-Prozentsatz. Bewahren Sie diese Daten für das kommende Jahr auf, damit Sie einen langfristigen Blick auf Ihre Verkäufe haben.

2. Schauen Sie zurück auf Ausgleichszahlungen, analysieren deren Ursache und beheben sie! Ausgleichszahlungen bei Amazon sind zahlreich und können vielfältige Gründe haben, aber sie sind auch vermeidbar. Ausgleichzahlungen sind in der Regel ein Symptom für ineffiziente, unzureichende oder fehlerhafte Prozesse. Wenn Sie fehlerhafte Prozesse bei PO-Management, Liefer-Management oder Artikel-Management nicht beheben, werden Sie die Kosten tragen müssen.

3. Schauen Sie zurück und prüfen Ihre Out-Of-Stock Performance für die Gesamtheit Ihrer Produkte sowie auf Artikelebene. Out-Of-Stock Artikel verursachen einen Kreislauf schwächelnder Verkäufe. Ihre Top-Artikel sollten permanent auf Lager sein. Ich empfehle meinen Mandanten, ihre Out-Of-Stock Rate unter 10 Prozent zu halten. Sind für Ihre Produkte die korrekten Auffüllcodes hinterlegt? Liefern Sie innerhalb der Lieferfenster? Gehen Sie regelmäßig in Lieferrückstand? Erhalten Sie jede Woche Bestell-Stornierungen? Liefern Sie ungenau? Verwenden Sie die via Vendor Central bereitgestellte Nachfrageprognose? Ist die Prognose akkurat? Finden Sie es heraus und justieren entsprechend!

Genau hinschauen

4. Schauen Sie jetzt auf die Prozesse Ihrer Lieferkette und planen kleine Verbesserung über das Jahr hinweg. Übernehmen Sie LEAN Praktiken – so wie es Amazon getan hat und fortwährend tut! Ich empfehle Ihnen, The Goal: A Process of Ongoing Improvement zu lesen (oder hier, wenn Sie lieber auf Deutsch lesen) und schnappen Sie sich gleich noch eine Kopie des LEAN Pocket Guide.

5. Schauen Sie jetzt genau hin und überprüfen Engpässe bei Personal, Ressourcen, Cashflow, Fähigkeiten. Planen Sie, wie diese Engpässe zu eliminieren sind, durch Fokussierung und Unterordnung.

6. Schauen Sie jetzt auf Ihre Kosten. Verdienen Sie tatsächlich Geld? Sind Ihre Rohstoffkosten gestiegen? Geben Sie einem Amazon-Konkurrent geringere Kosten? Niedrigere Kosten werden bei Amazon automatisch genehmigt. Für höhere Kosten können bis zur Genehmigung 60 Tage und mehr vergehen.

Nach vorn schauen

7. Schauen Sie nach vorn, um Ihren Warenbestand zu planen und zu prognostizieren. Laden Sie sich die 25-Wochen-Nachfrageprognose aus Vendor Central unter Amazon Retail Analytics Basic herunter. Beachten Sie, dass diese Prognose für Amazon Kundenkäufe bedeutet und nicht Bestellungen – also passen Sie das Timing entsprechend an. Seien Sie sich bewusst, dass dies alles Zahlen wahrscheinlicher Verkäufe sind und kein Einkaufsplan, außerdem ändern sie sich wöchentlich.

8. Schauen Sie nach vorn, um Ihre Verkaufsförderung zu budgetieren und Ihre Werbeplanung aufzusetzen. Amazon bietet reichlich Gelegenheit, Geld auszugeben. Erwägen Sie saisonale oder ganzjährige Suchanzeigen mit den Amazon Selbstverwaltungstools (z. B. die Marketing Services unter: [ https://ams.amazon.de/ ]. Halten Sie ausreichend Budget für die Blitzangebote und Kategorieplatzierungen über die Feiertage zurück. Sie wollen schließlich von dem ganzen Extra-Datenverkehr profitieren, der dann über Amazon.de hereinbricht. Ein Zusatz-Tipp: Versuchen Sie, Ihre Nicht-Amazon-Anzeigen im Einklang mit Ihren Amazon-Kampagnen zu planen, damit Sie Ihren Kunden eine einheitliche Botschaft vermitteln.

9. Schauen Sie nach vorn und analysieren Ihre Frachtkosten. Amazon könnte einen höheren Frachtabzug einfordern, sofern Transportunternehmen ihre Abrechnungsmodelle anpassen. Wenn Sie ein Collect-Vendor sind, wollen Sie vielleicht zu Prepaid Freight wechseln.

10. Schauen Sie nach vorn, um Amazon auf Messen zu treffen. Wenn Sie groß genug sind, planen Sie ein Vendor-Treffen auf einer Messe oder am deutschen Hauptsitz in München. Wenn Sie kleiner sind, oder anderweitig Unterstützung benötigen, ziehen Sie einen Amazon-Navigator in Betracht, der in der Lage ist, mit mehreren Accounts zu arbeiten und möglicherweise etwas Aufmerksamkeit und Zeit eines Amazon-Einkäufers bekommen kann.

Zum Schluss

Verkaufen auf Amazon birgt großes Potential aber auch ebenso große Gefahren, die das Ansehen Ihrer Marke beschädigen können. Um tatsächlich und nachhaltig erfolgreich zu sein, bedarf es neben den oben angeführten Tipps freilich einer Vielzahl weiterer und kontinuierlich ausgeführter Maßnahmen sowie Planung und fortlaufende Reoptimierung der eingeleiteten Maßnahmen.

Nehmen Sie sich die Zeit und entwickeln Ihre ganz eigene und individuelle Amazon-Strategie, die umfassend sein muss, um das zu schützen, was Sie mit so viel Einsatz an Zeit und Ressourcen aufgebaut haben.

Für weitere Informationen und Details zu diesem Thema loggen Sie sich auch in Ihr AVC-Konto ein, navigieren zum Ressourcenzentrum (Resource Center) und laden sich das Lieferanten-Handbuch (Vendor Manual) herunter oder benutzen das Hilfecenter, dort finden Sie alle Richtlinien, die berücksichtigt werden müssen.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr und alles Gute für wunderbare Verkäufe in 2016!

Was sind Ihre Neujahrs-Tipps für einen erfolgreichen Start in ein neues Amazon-Jahr?

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Alexander Dominguez

Alexander Dominguez hilft Marken, Herstellern und Lieferanten, das Beste aus ihrer Geschäftsbeziehung mit Amazon herauszuholen. Er betreibt ein in Jena ansässiges Beratungsunternehmen für E-Commerce-Strategien. Er berät, trainiert und unterstützt Marken, Hersteller und Lieferanten in spezifischen Online-Einzelhandelskanälen, hauptsächlich Amazon. Eine Brücke schlagend zwischen harter Arbeit, Industrieverständnis und traditionellen Einkaufspraktiken, ist er in der Lage, ein gewinnbringendes Verständnis für E-Commerce, Impulse für das Portfolio und Umsatz für Sie zu entwickeln. Weiterlesen >

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Ganz gleich, ob Sie noch nie an Amazon gedacht haben, gerade mit Amazon gestartet sind, oder bereits lange mit Amazon zusammen arbeiten, wenn es um Amazon geht, gibt es immer etwas zu tun. Die umfassenden Amazon-Dienstleistungen Ihres Amazon-Navigators Alexander Dominguez decken Beratung, Planung und Implementierung in folgenden Bereichen ab:

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"Seit nahezu 20 Jahren vermarkten wir in Deutschland hauptsächlich über Apotheken unsere NOBITE Produkte, seit kurzem auch über Amazon. Die Umstellung für uns war so gravierend, dass wir kurz ans Aufgeben dachten, jedoch eine Recherche im Internet ergab, dass wir nicht die einzigen „Problemkinder“ waren und wir unbedingt einen Konsulenten hinzuziehen mussten! Durch Zufall fanden wir Herrn Dominguez, der in kürzester Zeit alle unsere Probleme erkannte und nicht nur Lösungsvorschläge brachte, sondern auch selber Lösungen umsetzte. Er ist kein „hands off“ Mann, sondern ein richtiger „hands on“ Mann. Sobald unsere Abwicklung problemlos funktioniert, werden wir seine Marketingerfahrungen auch miteinbeziehen. Vielen Dank Herr Dominguez!"

Dr. Patrick Lundwall, Geschäftsführer, NOBITE

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